Wildnispädagogik Ausbildung II

An 20 spannenden Kurstagen verbinden wir uns mit dem Kojoten, begeben uns auf den Weg des Waldes, finden neue Zugangswege zur Natur und zu uns selbst, und verfeinern unsere Wildnisfertigkeiten, so dass wir als Mentor/in Menschen auf eine natürliche und ehrliche Art und Weise begleiten können. In einer festen Gruppe machen wir intensive verbindende Erfahrungen.

Die Wildnispädagogik Weiterbildung II richtet sich an alle Absolventen, die bereits eine einjährige Wildnispädagogik Ausbildung besucht haben, und die ihr Wissen über Natur, Wildnis und natürliches Lehren und Lernen weiter vertiefen möchten.

Nächster Start 24.5.2019

Aufbau der Wildnispädagogik Ausbildung II :

Die Wildnispädagogik Ausbildung II erstreckt sich über 12 Monate und ist in 5 aufeinander aufbauenden Seminar-wochenenden/wochen (insgesamt 20 Kurstage) unterteilt. Zwischen den Seminaren findet ein Selbststudium statt.

Genauso wie unsere Ausbildung Wildnispädagogik I orientiert sich die Weiterbildung Wildnispädagogik II an der indigenen Sichtweise, dass wir nur etwas wirklich „lernen“ können, wenn wir es mit Körper, Gefühl, Verstand und Geist erleben. Demzufolge besteht die Ausbildung aus einer Mischung von Skills lernen, Naturhandwerk, natürlicher Prozessbegleitung, Wissen erfahren und viel Zeit in der Natur verbringen. Wenn wir als Mentor/in Menschen dabei unterstützen wollen, die Verbindung zu sich selbst, zu anderen Lebewesen und zur Natur zu stärken, dann ist es auch für uns wichtig, diese eigenen Verbindungen zu stärken. Auch beim „Mentor-sein“ ist die Natur unser größtes Vorbild und unsere Lehrerin.

Wie immer in unserer Wildnisschule finden alle Seminare draußen statt und werden die Wildnispädagogik Seminare von uns beiden (Daniel und Helen) geleitet, da wir sowohl männliche als auch weibliche (und alle weiteren) Sichtweisen wichtig finden. An jedem Wochenende finden neben Skills erlernen, Naturhandwerk und Wahrnehmungstraining, eine Medizinwanderung sowie ein Storycouncil statt.

Die einzelnen Wochenenden der Wildnispädagogik Ausbildung II:

1. Becoming indigenous – Wildnispädagogik als Lebenseinstellung

Coyote Teaching und Art of Mentoring sind nicht „nur“ Unterrichtsmethoden, sie sind ebenso (oder sogar ‚vielmehr‘) Haltung, Weltsicht und Lebenseinstellung. Wildnispädagogik basiert auf einer indigenen Weltsicht, der wir an diesem ersten Wochenende der Wildnispädagogik Weiterbildung II auf den Grund gehen. Was können wir von indigenen Kulturen auf respektvolle Art und Weise lernen, so dass wir eine gesündere Welt, Natur und Gemeinschaft an die nächsten Generationen übergeben können?
Parallel zum Thema „Indigenität“ starten wir mit unserem Naturhandwerk-projekt, das uns während der gesamten Ausbildung begleiten wird.

Themen: Coyote Teaching II, Indigene Weltsicht, Indigenes Lehren und Lernen, Beginn des Naturhandwerk-projekts, Süd-Schild

2. Stoke your inner fire – Das Feuer als Mentor

Dieses Wochenende der Wildnispädagogik Ausbildung II führt uns in den Westen des Rads, wo wir in der Dunkelheit das innere und äußere Feuer hüten. Dass das Feuer ein kraftvoller Mentor ist, steht außer Frage. Es gibt uns nicht nur Wärme, Licht, Schutz und die Möglichkeit, unser Essen zu zu bereiten, sondern lehrt uns auch über unser inneres Feuer und was es braucht, damit es kräftig weiter brennt. Als Ausgleich zu der intensiven Arbeit mit dem Feuer, machen wir Werkzeuge aus Knochen, die wir im Wald finden, und flechten Körbe aus Gras.

Themen: Bogendrill Variationen, 4 Shields & Shield Dynamics, Übergänge und natürliche Prozessbegleitung, Graskörbe flechten und Naturhandwerk, das Heilige Feuer, Ritualarbeit, West-Schild

3. Growing roots – Verwurzelt Raum halten

Wer Raum für Andere halten möchte, braucht starke Wurzeln. Während der Wildnispädagogik Weiterbildung II sind die Bäume unsere Lehrer. Aus welchem Holz sind wir geschnitzt? Wie schaffen wir es als Mentor/in, authentisch zu begleiten, dabei selbst zu wachsen und gleichzeitig tief zu wurzeln und Halt zu finden? Wichtige Themen für Mentoren/innen sind „Selbstfürsorge“ und das Kreieren eines gesunden Gleichgewichts zwischen Geben und Nehmen. Von der Natur lernen wir, den eigenen Norden zu finden und uns dort zu verwurzeln. Zusätzlich trainieren wir unsere Wahrnehmung und Sinne, und lernen wie ein 5-Steine-Koch über dem Lagerfeuer zu kochen.

Themen: Nord-schild, Naturhandwerk, Medizinplatzarbeit, Lagerfeuerküche und natürliche Kochmethoden, Caretaking, Raum halten

4. Meet Coyote – Mentor mit Leichtigkeit und Humor

Wer schon mal den Kojoten oder den Fuchs getroffen hat, weiss wie wichtig Inspiration und Tiefgang, aber auch Humor und Unsinn sind. An diesem Wochenende verfolgen wir den Weg des Kojoten im Ost-Schild weiter. Was können wir von ihm lernen? Wie integrieren wir seine Qualitäten und eine Prise Verrücktheit nicht nur in unsere Arbeit, sondern auch in den Alltag? Der Osten ist die Richtung, wo alles zusammen kommt, wo Leben und Tod, Tag und Nacht, Heilig und Profan eins sind; eine Richtung, die alles auf den Kopf stellt und genau damit den Kreis schließt und das Rad weiter drehen lässt. Be surprised…

Themen: Kojote Energie, Naturhandwerk, Ost-schild, Inspiration, Storytelling, Art of Mentoring II, Spirit Tracking, Expanded Senses und Intuition, Projektplanung und -durchführung.

5. Go Wild – Mein Platz im Rad

Eine Woche lang begeben wir uns in die Natur und lernen von dem Land, auf dem wir wohnen. Gemeinsam bereiten wir uns auf das 24-Stunden Solo vor, das jeder ganz allein draußen in der Natur verbringt. In indigenen Kulturen ist diese Solozeit in der Natur selbstverständlich, ja sogar notwendig, damit persönliches aber auch gemeinschaftliches Wachstum möglich ist. Außerdem schnüren wir in dieser Woche das Bündel zusammen. Was macht mich ganz persönlich als Mentor/in aus? Wie verbinde ich meine Vision, meine Persönlichkeit, meine Gabe und das Gelernte, so dass ich mit Vertrauen und einem guten Gefühl als Wildnispädagoge/in arbeiten kann?

Themen: Wildnisleben, Töpfern und Tonbrennen am/im Feuer, mein Platz im Rad, Medicine walk & council of intent, 24-Stunden Solo, Mirroring for empowerment, Storycouncil & Incorporation

“For all of us, becoming indigenous to a place means living as if your children’s future mattered, to take care of the land as if our lives, both material and spiritual, depended on it.” Robin Wall Kimmerer

Überblick über die Inhalte der Wildnispädagogik Ausbildung II:

  • Coyote Teaching II & Art of Mentoring II
  • Indigene Weltsicht & indigenes Lehren und Lernen
  • Bogendrill Variationen und Handdrill
  • Baumkunde und Holz
  • Feuerhüten, Heiliges Feuer
  • 4 Shields und Shield Dynamics
  • Natürliche Prozessbegleitung (u.a. bei Übergängen)
  • Naturhandwerk: Töpfern am/im Feuer; Kuksa schnitzen, Bogenbau oder anderes Handwerkprojekt, Gras/Nadelkörbe flechten
  • Medizinwanderungen, Storytelling, Storycouncil und Mirroring
  • Wahrnehmungstraining, Spirit tracking, Intuition, Remote viewing
  • Lagerfeuerküche, Kochmethoden und -techniken in der Natur
  • Medizinplatzarbeit und Heilung
  • 24-Stunden Solo, Zeremonie- und Ritualarbeit
  • Caretaking und Selbstfürsorge als Mentor/in

Termine der Wildnispädagogik Ausbildung II 2019/2020:

Unter Vorbehalt. Eventuelle Terminänderungen sind zwar eine Ausnahme, aber noch möglich.

  1. Wochenende: 24. – 26.05.2019 (3 Tage)
  2. Wochenende: 15. – 18.08.2019 (4 Tage)
  3. Wochenende: 22. – 24.11.2019 (3 Tage)
  4. Wochenende: 27.02 – 1.03.2020 (4 Tage)
  5. Woche: 11. – 16.05.2020 (6 Tage)

Umfang: 20 Kurstage, Beginn jeweils um 12 Uhr am ersten Kurstag. Selbststudium zwischen den Kurswochenenden.

Voraussetzung:

Eine abgeschlossene Wildnispädagogik Ausbildung I bei uns oder einer anderen Wildnisschule aus dem WiND Netzwerk.

Kosten:

Die Kosten für die gesamte Weiterbildung betragen: 1300€ + 315 € für Übernachtung und Verpflegung

Bezahlung: Die Bezahlung erfolgt in 3 Raten:

1. Rate zum 1. Wochenende:  600 €
2. Rate zum 3. Wochenende:  600 €
3. Rate zum 5. Wochenende: 415 €

Übernachtung und Verpflegung: 
Alle Termine finden draussen im Camp im Taunus statt. Übernachtet wird im Zelt, in der Laubhütte oder unter freiem Sternenhimmel. Die Verpflegung bereiten wir gemeinsam aus biologischen Lebensmitteln zu.

 

Alle praktische Info’s zu: Anreise, Kursablauf, Unterkunft, Essen,… 

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“Indigenous knowledge is a lived knowledge meaning that you must practice what you know and be what you do. There is no distinction between living and working.
Indigenous knowledge is a way of life.” Kathy King Absolon

„The meaning of life is to find your gift. The purpose of life is to give it away.“
William Shakespeare