Rotkehlchenlang.gif

Wildnisschule

Vogelsprache und Spurenlesen

-Die Sprache der Natur und das Netz des Leben-

Die Natur spricht eine Sprache, die wir einst alle problemlos hören, sehen und verstehen konnten. In diesem Wildniskurs erinnern wir uns an unsere ursprünglichste Sprache und lernen die Geschichten in der Landschaft zu lesen. Wir fangen klein und langsam an, doch wer einmal die Augen und Ohren für die Welt der Spuren und Vogelstimmen geöffnet hat, bekommt nicht nur den Schlüssel für das Tor zur Tierwelt, sondern findet sich plötzlich eingebunden im großen Netz des Lebens.

 


Vogelsprache und Spurenlesen sind zwei wichtige Fäden die wir zusammenknüpfen, um unsere Wahrnehmung zu erhöhen, und die universelle Sprache der Natur wieder sprechen zu lernen.

Wusstest Du, dass Vögel nicht „einfach nur so“ singen? Mit jedem wunderbaren Laut, den sie von sich geben, teilen sie uns und der Welt etwas mit. Informationen, die uns eine Menge verraten. Denn von oben sehen Vögel mehr wie wir Menschen.

Wenn wir als Menschen die Vogelspracheverstehen lernen, bekommen wir Zugang zum Kommunikationssystem der Tiere und zu Informationen, die uns sonst verborgen bleiben. Noch bevor unsere eigenen Augen etwas erkennen können, erzählen uns die Vögel schon, was im Wald los ist.
Wo befindet sich der Fuchs? Wo geht gerade ein Mensch mit seinem Hund spazieren? Wo dreht der Habicht seine Kreise? Und wo wartet der Jäger still und heimlich? Die Informationen, die die Vögel verbreiten, sind nicht nur für sie selbst, sondern auch für die anderen Tiere im Wald überlebenswichtig.

 

Und obwohl viele Tiere scheu sind und sich für uns Menschen nur selten blicken lassen, verraten uns nicht nur die Vögel, dass sie tatsächlich da sind, sondern hinterlässt auch jedes von ihnen Spuren. Diese schlichten Abdrücke verraten uns mehr als wir erahnen können. Egal was ein Tier, ein Mensch, ein Lebewesen tut; alles spiegelt sich in den Spuren wieder.
Wie die naturverbundenen Völker lernen wir diese Schrift in der Landschaft zu sehen und zu lesen, wie ein Buch voller Geschichten, manchmal wie ein Krimi, manchmal wie ein Liebesgedicht. Und nicht selten verrät die Spurensuche nur etwas über das Tier, sondern oft auch über den Spurenleser selbst.


„Wenn wir irgendetwas einzeln herauszunehmen versuchen,
stellen wir fest, dass es mit allem anderen im Universum verbunden ist.“
John Muir


Wenn man einmal angefangen hat, die Vogelsprache wieder zu hören und die Spuren wieder zu lesen, ist die Welt wie verändert. Sie ist plötzlich ganz neu, wie ausgedehnt, und dass es kein Zurück gibt, ist eine Bereicherung für unser Leben.
Die Erkenntnis, dass wir vorher „wie taub und blind“ durch die Welt gelaufen sind, nutzen wir als positiven Anstoß. Die Rufe und Spuren, die wir jetzt nicht mehr überhören und -sehen können, führen uns zu den Tieren und zur Erkenntnis, dass alles mit einander verbunden ist.
Und wer hätte gedacht, dass eine Landschaft, ein Wald, eine Wiese so viele Geschichten zu erzählen hat?

Im Kurs Vogelsprache und Spurenlesen unterrichten wir u.a. folgende Themen:
Die 5 Grundstimmen der Vögel
Vogelverhalten
Konzentrische Ringe
Federkunde
Vögel als Tor der Wachsamkeit
Bestimmungstechniken
Wildnis-Etiquette
Spuren und Zeichen sehen lernen
Tierklassifikationen
Trittsiegel
Gangarten
Spuren verfolgen
Trackingstick
Wahrnehmung und innere Haltung

 


Termin 2017: 27. – 30. April 2017
Dauer: 4 Tage (Donnerstagabend 18 Uhr bis Sonntagnachmittag 14 Uhr)
Ort: Taunus – Nahe Wiesbaden / Bad Schwalbach
Kosten: 200 € Kursgebühr + 60 € Unterkunft und Verpflegung

 

 

 

Anforderung:

spuren_der_wildnisNaturkontakt: hoch
Körperliche Anforderung: mittel
Geistige Anforderung: hoch
Gemeinschaftserlebnis: wenig

 

 

Übersicht Wildniskurse